Checkliste Umfirmierung und Designumstellung für mittelständische Unternehmen
Grundsatzentscheidung treffen: Übergang oder klarer Schnitt?
Klären Sie zu Beginn eine zentrale Frage: Soll es ein festes Auslaufdatum geben, an dem das alte Corporate Design vollständig verschwindet?
Ein klarer Schnitt ist sinnvoll, wenn:
- ein Imageschaden vorliegt
- das neue Design sich stark vom alten unterscheidet
- Verwechslungen vermieden werden sollen
Ein festes Enddatum dient als verbindliche Deadline für alle Umstellungsmaßnahmen.
Zeit- und Budgetplanung realistisch aufsetzen
Eine Umfirmierung ist kein reines Designprojekt. Planen Sie deshalb ausreichend Zeit und Budget ein. Auch für Dinge, die oft vergessen werden:
- Programmierungen (Website, Formulare, E-Mail-Signaturen)
- Implementierungen in Tools und Systemen
- Anpassungen von Vorlagen
- eventuelle Prototypen oder Testläufe
Tipp: Lieber etwas Puffer einplanen, als später unter Zeitdruck zu geraten.
Reihenfolge der Umstellung festlegen
Nicht alles muss gleichzeitig geändert werden. Legen Sie eine sinnvolle Reihenfolge fest. Bewährt haben sich folgende Prioritäten:
- von extern genutzten zu intern genutzten Materialien
- von stark sichtbaren zu wenig sichtbaren Elementen (z. B. Firmengebäude vor Türschild im Keller)
- von häufig genutzten zu selten genutzten Materialien
Ganz wichtig - geschäftsrelevante Unterlagen zuerst umstellen:
- Briefpapier
- Visitenkarten
- Impressum und Kontaktdaten auf der Website
- E-Mail-Signaturen
- etc.
Kommunikation nicht vergessen
Eine Umfirmierung betrifft nicht nur das Design, sondern auch Menschen.
Informieren Sie:
- Kunden
- Geschäftspartner
- Mitarbeiter
Erklären Sie kurz:
- warum die Umfirmierung erfolgt
- was sich ändert
- ab wann das neue Erscheinungsbild gilt
So schaffen Sie Verständnis und Akzeptanz.
Umfirmierung ganzheitlich betrachten
Oft ist eine Umfirmierung mehr als eine optische Anpassung. In vielen Fällen handelt es sich um ein vollständiges Rebranding - also eine Änderung der kompletten Marke.
Prüfen Sie daher, ob auch diese Punkte angepasst werden sollten:
- Mission und Positionierung
- Markenversprechen
- Tonalität und Wording
- Bildsprache und Sound
- weitere Sinneseindrücke (z. B. Raumgestaltung, Gerüche im Laden)
Alles sollte zum neuen Corporate Design passen und ein stimmiges Gesamtbild ergeben.
Feedback nach der Umstellung einholen
Nach der Designumstellung ist vor der Optimierung. Sammeln Sie Feedback:
- von Kunden
- von Mitarbeitern
- von Geschäftspartnern
So erkennen Sie früh, ob es Unklarheiten gibt oder Anpassungen nötig sind.
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